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Die Zweisamkeit endet

  • Leonas Fiedler
  • 7. Juli 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Aug. 2024

Nun sind wir nicht mehr zu zweit.

Am 25. Juli ist Madita in Toronto gelandet.

In der Empfangshalle kam auch eine Flugbegleiterin mit Madita durch die Tür. Da sie "erst" 11 Jahre alt ist, darf sie noch nicht alleine fliegen. Ihren Berichten zufolge war der 8 Stunden Flug äußerst langweilig. Sie hatte sich zwar mit ein-zwei Flugbegleiter*innen und einem Passagier unterhalten, aber sonst war es ziemlich einsam über den Wolken. Während Madita den restlichen Flug nach Toronto allein verbrachte, düsten Papa und ich nach Toronto, um sie dort abzuholen. Wir hatten eigentlich noch geplant vorher zu Ikea zu fahren, aber der Verkehr in Toronto war heftig und so dachten wir, dafür keine Zeit mehr zu haben... dachten wir. Denn als wir am Airport ankamen und Madita eigentlich schon 18 Uhr landen sollte, verspätete sich die Landung auf 18:39 Uhr. Und das war noch nicht alles. Ich hoffte nämlich, dass sie spätestens 19 Uhr in der Empfangshalle ankommen würde. Es kamen viele Menschen... aus New York, Philadelphia, San Francisco, Rom, Lissabon, Cancun aber die Menschen aus Frankfurt ließen auf sich warten. Am Ende war es dann 19:40 Uhr. Egal... IKEA haben wir danach doch noch geschafft. Haben ja bis 21 Uhr geöffnet. 7 Tage die Woche.


Nun gilt es, dass Madita sich hier einfindet und einen Platz in ihrer neuen Schule bekommt. Sie wird in die Primary Public School gehen und wie ich überspringt sie aufgrund ihres Alters eine Klasse im Vergleich zur jetzigen Schule. Also geht sie mit 12 Jahren dann in die 7. Klasse.

Apropos Schule. Hier ein kleiner Nebenbericht. Meine letzte Schulwoche hier auf der Banting Highschool verlief mal anders als ich das kenne.

In Deutschland, oder zumindest in Sachsen, gibt es den Notenschluss ja schon einige Zeit vor den Ferien.

Hier jedoch muss man in der letzten Woche 4 Tage lang mindestens 1 Exam pro Tag über sich ergehen lassen. (Examen sind so etwas wie Klassenarbeiten)

Also nichts mit juhu jetzt können wir Filme schauen oder so ähnlich. Hier wird bis zum bitteren Ende durchgezogen.



Und nun etwas für alle, die die Wettervorhersagen und generelle Nachrichten nicht verfolgen:

In der Karibik, was ja von uns aus gesehen nicht sooo weit weg ist, wurde ein Hurrikan der Stufe 5 entdeckt. Das ist die höchste Stufe, die es gibt.... Bis jetzt und das bereits im Juni. Die Leute hier sagen: "The weather goes mad!"... naja, fragt sich, wer hier verrückt ist.

Der Hurrikan ist jedenfalls so groß wie Florida breit. Wenn man bedenkt, dass solche Stürme nur entstehen können, wenn sich das Meerwasser auf mindestens 26,5 Grad Celsius erhitzt und dies so ein riesiger Sturm ist, will man sich nicht ausmalen, was passiert, wenn die Ozeane durch den Klimawandel und erhöhter Sonneneinstrahlung sich noch weiter und dauerhafter aufheizen. Mal sehen welche Wetterrekorde wir in den nächsten Jahren noch brechen. Aber eines ist sicher, gemütlich wird es auf jeden Fall nicht.


Bevor Madita hier ankam, hatten Papa und ich noch ein paar Wanderungen unternommen. Nicht, dass wir das mit Madita nicht vorhätten aber wir wollten schon mal die Möglichkeiten checken.

Dies war eine der Schönsten in meinen Augen. Bis auf die 10.000.000.000.000.000, Mücken die um uns herum flogen. Es war aber mit Sicherheit ein wunderschöner Ort unberührter Natur.

Auf dem Bild hier hatte ich wirklich damit gerechnet, dass auf dem nächsten Bild was ich euch hier einfügen kann Papa klatch nass ist... aber der Baum hielt ;-)


Als wir diesen Kollegen hier sahen, war das Erste, was wir uns dachten, dass ihm der riesige Teich allein gehört. Zumindest sah es so aus. Er hatte auf jeden Fall diese Ausstrahlung.

Unter anderem sahen wir auch eine Wasserschildkröte und einen Adler. Also wenn man hier eines tun kann, dann ist es die Natur zu genießen.

Was mir an diesen Parks auch sehr gefällt ist, dass sie des öfteren zentral sind. Also einfach ein unberührtes Fleckchen Erde mitten in einer Stadt. Und irgendwie ist diese gesamte Parkanlage auch schallgesichert. Sobald man nur 100 Meter weg von der Straße ist, hört man kein Geräusch mehr.

Auch die Holzwege, die erhöht über dem Boden errichtet wurden, um nichts groß zu verändern, brachten ein gewisses Naturfeeling mit sich.

Ach ja noch etwas Kleines zum Schluss.

Binnen der letzte Schultage kam es zu einem Spezialkommandoeinsatz direkt neben unserer Schule. Was genau es war, konnte ich nicht herausfinden, aber es muss wichtig gewesen sein wenn man so ein Fahrzeug in den Einsatz schickt:

Das is mal ein... Geländewagen?

Als ich dort ankam, hatte sich bereits eine große Menge schaulustiger Menschen rund um das Einsatzgebiet versammelt.

Ein Mädchen in meinem Alter fragte mich auch, ob ich wüsste, was hier vor sich ginge. Doch ich konnte nur mit "nein"

Antworten und ihr sagen, dass ich erst vor rund 5 Minuten hier angekommen bin.

Aber die Ausrüstung dieser Einheit, man könnte fast sagen es war ein ganzes Regiment, deutete sehr stark darauf hin, dass es ernst war. Maschinengewehre, Schilde, Spürhunde und alles, was man so als "normaler" Polizist in Amerika halt hat. Aber das Fahrzeug hier sah schon echt cool aus.


Beim nächsten mal berichte ich euch vom Canada Day -was das eigentlich ist und wie wir hier EM geschaut haben.

Bis dahin habt noch eine Schöne Zeit und alles Gute

Tschüssi.

 
 
 

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